VR-UnternehmerForum: Es gibt nur individuelle Lösungen

Experten sind sich einig: Frühzeitig die notwendigen Schritte einleiten

Bild: von links: Vorstandsvorsitzender Paul Ritter, Johannes Deubler (Zahlungsverkehrsbeauftragter), die Referenten Tassilo Brockert, Jürgen Wager, Leo Anzenhofer und Bereichsdirektor Martin Fischer. Foto: Christina Zuber

 

Von Christina Zuber

 

Wenn es um die Nachfolge in Unternehmen geht, kann es keine Lösung von der Stange geben. Bereichsdirektor Martin Fischer empfahl beim VR-Unternehmerforum der Raiffeisen-Volksbank Ries, sich früh an die Bank zu wenden, um alle Infos und Kontakte zu bekommen.

 

Für jede Firma ist ein individueller Weg notwendig, den man aktiv gestalten kann. Für den Infoabend hatte die Bank drei Experten eingeladen.

Jürgen Wager von der IHK Schwaben riet Unternehmern, Internet-Börsen für die Nachfolgersuche zu nutzen. Konkret nannte er das Portal Nexxt (www.nexxt-change.org). Für eine Nachfolgeregelung empfiehlt er Checklisten vom Bundeswirtschaftsministerium (www.bmwi.de).

Leo Anzenhofer von der HWK Nordschwaben legte den Schwerpunkt auf die Unternehmensbewertung. Die Frage, wie viel die Firma wert ist, ist bei einem Verkauf an einen externen Nachfolger entscheidend, aber auch bei Nachfolgelösungen innerhalb der Familie. Fallstricke sind zum Beispiel Pensionsrückstellungen. Die Handwerkskammer bewertet nach standardisierten und anerkannten Verfahren ein Unternehmen, für ihre Mitglieder kostenfrei.

Tassilo Brockert (DZ Bank) stellte verschiedene Förderprogramme vor, die bei Nachfolgeregelungen zum Tragen kommen, zum Beispiel von der LfA Förderbank Bayern (www.lfa.de) und von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de).

 

veröffentlicht im März 2017